Jetzt legt Govinda los - Neubau in Neustadt an der Weinstraße

Es hat etwas länger gedauert, aber jetzt geht es los: Kommende Woche beginnen im Gewerbegebiet in der Joseph-Monier-Straße die Bauarbeiten für den neuen Firmensitz der Govinda Natur GmbH. Am Freitag gab’s den symbolischen ersten Spatenstich, und Doris Maiwald, die Geschäftsführerin des derzeit noch in Neuhofen ansässigen Naturprodukt-Unternehmens, kann den Umzug nach Neustadt kaum erwarten.

Ein 10.000 Quadratmeter großes Gelände hat sich Govinda im Bereich zwischen dem Cineplex-Kino und dem DHL-Verteilzentrum gesichert. Zunächst werden davon „nur“ 2500 Quadratmeter bebaut: mit einem bis zu 9,50 Meter hohen Komplex, der Büros, Lager und die Produktionsstätte beheimaten wird. Erweiterungsmöglichkeiten sind also vorhanden – und Maiwald ist guter Dinge, dass diese irgendwann auch benötigt werden.

Govinda setzt beim Bau auf die Element-Fertigteile Speeter GmbH, die auf schlüsselfertige Gewerbe und Industriegebäude spezialisiert ist. „Nächste Woche beginnen wir mit der Fundamentierung, danach werden gleich die Rohbauteile angeliefert – die sind alle schon produziert“, sagte Speeter-Geschäftsführer Daniel Bosch beim Spatenstichtermin. Neustadt ist für die Firma aus dem südpfälzischen Bornheim kein Neuland: Sie hat sowohl den neuen Sitz des BMW-Händlers Cuntz als auch den Decathlonmarkt gebaut. Bis Ende des Jahres werde das Govinda-Gebäude bezugsfertig sein, kündigte Bosch an.

Ursprünglich hatte Maiwald ein Gebäude mit ganz viel Holz in ökologischer Bauweise geplant und wollte dafür vier Millionen Euro in die Hand nehmen. Das war 2018, und Ende des Jahres 2018 sollte alles fertig sein. Mit dem damals engagierten Bauunternehmen sei das Projekt aber nicht rund gelaufen: „Es hat alles vorne und hinten nicht gestimmt“, so die Govinda-Chefin. Also hat sie sämtliche Pläne verworfen, sich eine andere Baufirma gesucht und sich mit Betonfertigbau arrangiert. „Wir bauen jetzt ein bisschen kleiner als ursprünglich geplant, dafür bekomme ich allesschlüsselfertig und muss nicht jedem Balken hinterherrennen.“ Etwas günstiger wird das Ganze dadurch auch: Maiwald rechnet mit Kosten von drei Millionen Euro.

Ab Januar 2020 Werksverkauf

Im Januar 2020 will Govinda mit seinen 45 Mitarbeitern von Neuhofen nach Neustadt umziehen. Der zweite Standort mit rund 20 Mitarbeitern in Birkenfeld bleibt erhalten. Ebenfalls ab Januar soll dann auch schon der Werksverkauf starten: „Dann haben wir unsere Türen für alle Neustädter offen“, freut sich Maiwald. Das gesamte Sortiment, das aus rund 250 Artikeln besteht, wird dann für die Neustädter erhältlich sein.

Neben Doris Maiwald wird auch ihre Tochter Jasmin am neuen Standort eine wichtige Rolle im Unternehmen ausfüllen. Die 28-Jährige hat ihren Master in Marketing gemacht und leitet jetzt die Marketingabteilung von Govinda. Irgendwann soll sie die Geschäfte ganz übernehmen.

Begonnen hat alles 1988 mit einem kleinen Naturkostladen in der Heidelberger Altstadt. Später wurde daraus ein Versandhandel, heute läuft der Vertrieb fast ausschließlich über Großhändler. Im Internet können Govinda-Produkte aber auch direkt von Endverbrauchern bestellt werden, und im Januar soll besagter Werksverkauf dazu kommen. Zum Sortiment gehören ausschließlich Bioprodukte, unter anderem glutenfreie Lebensmittel, Fleischersatzprodukte, Trockenfrüchte, Müsli, Speiseöle und Kosmetik. Der Jahresumsatz liegt bei rund zwölf Millionen Euro.

 

Quelle: Die Rheinpfalz, Nr. 132 vom 08.06.2019, Bericht von Steffen Gall

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