Erdmandel kaufen - was du vorher wissen solltest

Du bekommst sie als Flocken, gemahlen, zu Mus verarbeitet und als Ganzes: Erdmandeln. Sie schenken dir neue Vielfalt auf dem Teller, wertvolle Inhaltsstoffe und im Vergleich zu Mandeln reduzieren sie einen deiner Umwelt-Fußabdrücke. Welcher das ist und was du sonst noch über die Knollen wissen solltest, erfährst du hier. Obendrauf kriegst du am Ende ein leckeres Rezept.

 

Was sind Erdmandeln – und wie schmecken sie?

 

Botanisch betrachtet haben Erdmandeln weder etwas mit Mandeln noch mit anderen Nüssen zu tun – sie gehören in die Familie der Zyperngräser, bei denen sie als Knollen unterirdisch heranwachsen. Bereits die alten Ägypter mochten den leicht süßlichen, vanilleartigen Geschmack so sehr, dass sie es nicht dabei beließen, die Pflanze einfach nur zu kultivierten. Nein, sie legten die Knollen sogar Gräbern bei. Diese werden auch als Chufanuss oder Tigernuss bezeichnet.

 

Obwohl Erdmandeln keine Nüsse sind, erinnern sie in Aroma und Konsistenz an Mandeln und Haselnüsse. 

 

Sind Erdmandeln gesund?

 

Erdmandeln bestehen zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten, zu 20 - 28 Prozent aus Fett und zu 8 Prozent aus Eiweiß. Mit einem Zuckeranteil von 10 Prozent handelt es sich um ein natursüßes Produkt. DasFett setzt sich vor allem aus ungesättigten Fettsäuren zusammen – dein Körper braucht diese unter anderem für einen normalen Cholesterinspiegel. Er kann sie jedoch nicht selber herstellen. In der Schale stecken zudem Ballaststoffe und wertvolle Mineralien wie Kalium, Eisen, Magnesium, Zink und Vitamin E. 

 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, mindestens 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag aufzunehmen – ein Wert, den viele nicht erreichen. Schade, denn Ballaststoffe schenken dir zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Mit Erdmandeln deckst du deinen Bedarf auf eine nussig-süße Weise ganz nebenbei. Wenn das dein Ziel ist, empfehlen wir dir ganze Knollen. Bei dem Mehl wird ein Teil der Schale – in der die meisten Ballaststoffe stecken – abgesiebt. 

 

 

Wie nachhaltig sind Erdmandeln?

 

Wusstest du, dass Mandelbäume für jedes Kilo Mandeln rund 10.000 Liter Wasser verschlingen – egal, ob du sie aus biologischem Anbau kaufst oder nicht? Für die Umgebung der Mandelplantagen heißt das vor allem eins: Dürre. Bei konventionellen Mandeln kommen zudem tonnenweise Pestizide zum Einsatz. Besser: Bio-Erdmandeln. Ersetze Mandeln in deinen Rezepten mit ihnen und spare Wasser in Anbaugebieten mit oftmals sinkendem Grundwasserspiegel. 

 

Beim Anbau verzichten unsere Partner zudem auf Monokulturen – sie bewirtschaften ihre Farm abwechselnd mit anderen Grundnahrungsmitteln wie Hirse oder Hülsenfrüchte. Unterschiedliche Pflanzen mit verschiedenem Nährstoffbedarf schonen die Bodenfruchtbarkeit. Das ist sowohl für die Umwelt auch für einen langfristigen Ertrag wichtig. 

 

Natürlich fair und sozial 

 

Die Chufanüsse für unsere Produkte gewinnen wir aus einem nigerianischen Projekt. Du kannst sicher sein: Alle Mitarbeitenden werden ausreichend entlohnt und Kinderarbeit findet nicht statt. Das IMO Institut aus der Schweiz kann dir das bestätigen. Außerdem landet jedes Jahr 1 Prozent des Umsatzes unserer Partner in humanitären Projekten im Niger. 

 

Erdmandeln kaufen: Gute Qualität für besten Geschmack

 

Die Knollen haben in Deutschland lange Zeit weniger Aufmerksamkeit bekommen als sie verdienen. Wenn auch du sie endlich probieren möchtest, findest du sie bei uns u.a. gemahlen, in Blättchen gehobelt, als Ganzes und in einer Schokocreme - natürlich alles in Bioqualität.  Manche unserer Produkte erhältst du zudem in Rohkost-Qualität: Indem wir sie während der Verarbeitung auf maximal 42 Grad erhitzen, gehen so wenige Nährstoffe wie möglich verloren. 

 

Gesunder Snack für zwischendurch

 

Wenn du Schokolade und Chips mit einer gesunden Knabberei ersetzen willst, empfehlen wir dir ganze Erdmandeln. Sie eignen sich hervorragend als natürlicher Snack für zwischendurch. Durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen sättigen sie schneller als Süßkram es tut – so bleibst du trotz genussvollem Naschen im Rahmen deines täglichen Energiebedarfs. Die Knollen sind ungeschält, unverarbeitet und getrocknet. Weiche sie vor dem Verzehr über Nacht in Wasser ein. 

 

Gemahlen ein natürlicher Zuckerersatz 

 

Gemahlene Tigernüsse lassen sich besonders vielseitig verwenden: Ersetze mit ihnen zum Beispiel einen Teil des Zuckers in deinen Rezepten - sie verleihen Shakes, Aufstrichen, Porridge und Kuchen eine natürliche Süße. Bedenke: Die WHO empfiehlt maximal 25 Gramm industriellen Zucker pro Tag. Mit 131 Gramm liegen wir im Durchschnitt deutlich über dem Limit. Das sagt zumindest die Welternährungsorganisation FAO. 

 

Übrigens: Weil bei dem Mehl die gröberen Schalenteile entfernt werden, haben die gemahlenen Chufanüsse eine feinere Konsistenz als ganze Tigernüsse. 

 

In Blättchen gehobelt eine knackige Deko 

 

Mit den Blättchen lassen sich Kuchen und Desserts verzieren. Außerdem sorgen sie für ein knackiges Geschmackserlebnis im Müsli oder Brot. Verwende sie wie gehobelte Mandeln. 

 

Schokoaufstrich mit rein natürlicher Süße

 

Du sehnst dich nach einem süßen und trotzdem kristallzuckerfreien Aufstrich – dachtest aber, das sei unmöglich? Wir sagen: Ist es nicht! Und empfehlen dir unsere Erdmandel-Schokocreme: Sie kommt komplett ohne Zuckerzusatz aus und verzichtet sogar auf Palmöl. Perfekt für dein Brot, aber auch im Müsli, Kaffee oder Dessert – für ein schokoladiges und natursüßes Aroma.

 

 

Erdmandelmilch selber machen

 

Endlich ist es soweit: Du kriegst unser Rezept für ein Getränk, dass du ganz bestimmt noch nicht kennst – Erdmandelmilch. Sie eignet sich für den Kaffee, du kannst mit ihr backen und durch ihren süßlichen Geschmack ist sie auch bei Kindern sehr beliebt.

 

Zutaten

- 80 Gramm gemahlene Erdmandeln

- 500 Milliliter Wasser

- optional: Zimt, Vanille, geriebene Zitronenschale

- eventuell Agavendicksaft, Stevia oder Birkenzucker 

- Abseihtuch oder Nussbeutel

 

Zubereitung

Erdmandeln und Wasser in deinen Mixer geben und zwei Minuten auf höchster Stufe mixen. Presse die Milch nun durch ein Abseihtuch und schmecke sie mit Gewürzen und wenn du magst etwas Zucker ab. Der Trester schmeckt zum Beispiel in Müsli, Brot, zu Kuchen verarbeitet oder im Shake. 

 

Tipp: Du kannst auch ganze Erdmandeln verwenden. Weiche sie dann aber über Nacht mit etwas Wasser ein. 

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